Nachhilfe in Sachen Effizienz

Der "UPIK-Spoiler"

Der „UPIK-Spoiler“

Da Ken Davis weiter mit Heimvideos in Spielfilmlänge und jeder Menge unnützem Traffic auf upik.de auf der Staatsleugner-Welle reitet, sind die Kommentarbereiche seiner Artikel inzwischen nahezu ausschließlich von Neuanwärtern auf Vorstrafe und/oder Privatinsolvenz okkupiert.

Mein Lieblings-Blogger setzt den Focus eindeutig auf die Mobilisierung der Massen, ohne sich dabei selbst die Hände schmutzig machen zu wollen. Ganz klarer Beweis dafür ist die naive und nicht zu Ende gedachte Forderung an seine Leser, auch die Zahlung der Mehrwertsteuer im Laden zu verweigern. Das wäre eine einfache Möglichkeit, die Überprüfung seiner Theorien möglichst schnell eskalieren zu lassen. Würde er selbst seiner Forderung entsprechen, wüsste er, wie geringfügig die Signalwirkung dieses Unterfangens gemessen am notwendigen persönlichen Einsatz wäre.

Defizite vorprogrammiert

Beim typischen „aufgewachten“ Bürger, zu denen Ken Davis jetzt zählt, handelt es sich zunächst um eine Person ohne juristische Bildung oder Erfahrung, die beim Studium von Gesetzesfragmenten und Urteilszitaten, die sie auf einschlägigen Seiten gleichfalls unbedarfter Zeitgenossen findet, plötzlich zu der Erkenntnis gelangt, eine fantastisch anmutende Entdeckung gemacht zu haben. Die erste Persönlichkeitshürde, die diese Person überwinden muss, ist der Versuchung zu widerstehen, die neue Entdeckung von qualifizierter Seite prüfen zu lassen. Stattdessen muss sie als „Wahrheit“ (per Video oder Blog) in die Welt hinaus posaunt werden, so dass der Rückweg zur rationalen Abwägung der Fakten abgeschnitten ist. In der Folge stößt die Person unweigerlich auf logische Widersprüchlichkeiten in den eigenen Aussagen, die unmöglich semantisch kohärent zu umschreiben sind (z.B. die wiederholte Berufung auf ein Grundgesetz, welches angeblich keine Gültigkeit hat). Hier muss der „aufgewachte“ Bürger der Versuchung wiederstehen, das nicht mehr manövrierbare Vehikel einfach am Straßenrand stehen zu lassen, um sich sinnvolleren Aufgaben zu widmen. Jemand, der es bis zu diesem Punkt geschafft hat, ist zu vielen Dingen in der Lage – wahrscheinlich aber kein Meister in zielstrebigem und konsequenten Handeln.

Ein konstruktiver Vorschlag

Als einem Menschen, dem die oben beschriebenen Persönlichkeitsmerkmale fehlen, bin ich vielleicht in der Lage, auf einem Gebiet Unterstützung für Ken Davis‚ Bewegung zu leisten, wo diese unter – sagen wir – genetischer Prädestination leidet: Der effizienten Umsetzung der Ziele. Ich brauche dafür nur drei Erkenntnisse aus den Recherchen von NTA oder den Partnerseiten:

  • Der Wegfall des Beamtenstatus, die Illegitimität sämtlicher Wahlen und das Fehlen einer funktionierenden Gerichtsbarkeit haben zur Folge, dass aller staatlichen Gewalt in Deutschland die Rechtsgrundlage fehlt.
  • Personen, die vorgeben, eine Legitimation für das hoheitliche Handeln innerhalb des scheinstaatlichen Gefüges zu besitzen, machen sich einer ganzen Reihe von Straftaten schuldig.
  • Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ist das zuständige und geeignete Gericht, solche Personen anzuzeigen und wegen Verstößen gegen das Menschenrecht, Völkerrecht und das deutsche Strafgesetzbuch verurteilen zu lassen. Jeder kann dort als Privatperson Anzeige erstatten.

Anstatt jetzt mit albernen Einzelaktionen den Finanzämtern, Gerichtsvollziehern und Polizeibeamten auf die Nerven zu gehen, die ohnehin nur arme (und teils unwissende) Handlanger des Systems sind, sollte man einen Blick auf die Hauptverantwortlichen werfen. Mit Bundestag, Bundesrat, dem Regierungskabinett und dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts müsste man so ziemlich alle obersten Vorgesetzten und Hauptschuldigen an den begangenen Straftaten zusammen haben. Deren Vergehen sind in erschöpfendem Umfang schriftlich oder durch eigenes öffentliches Bekunden belegt. Es dürfte keinerlei Schwierigkeiten machen, ausreichend Indizien für den Versuch hoheitlichen Handelns zu finden. Das IStGH ermittelt bei überzeugender Indizienlage sogar selbstständig und dürfte keine Probleme bei der Beschaffung von unumstößlichen Beweisen dafür haben, dass unser Parlament versucht, Gesetze zu erlassen, unsere Justiz meint, Recht sprechen zu können und das Ministerium des Innern damit beschäftigt ist, die Exekutive zu spielen.

Bei einer Anzeige einer solch prominenten Täterschaft und den sich daraus womöglich ergebenden Konsequenzen, müsste man ganz sicher keine sechs Jahre vergeblich auf die Aufnahme von Ermittlungen warten, wie das offenbar bei den zigtausend Anzeigen der Fall ist, die bereits auf Bemühung fleißiger „Aufgewachter“ dort anhängig sind. Das IStGH wird sich einer solch wichtigen Sache ganz fraglos unverzüglich annehmen. Keine noch so eingeschworene Lügenpresse wird dann verschweigen können, dass die gesamte Regierung und deren Opposition vor einem internationalen Gericht angeklagt ist. Und da es sich ja bei Ken Davis‚ Erkenntnissen um die zwar unglaubliche, aber gerade deshalb umso wahrere Wahrheit handelt, steht wohl eine zügige Verurteilung außer Frage.

Wenn dann schließlich Regierung, Parlament und die Richter des Bundesverfassungsgerichts hinter Gittern sitzen, wird wohl auch der letzte erkennen, dass in Deutschland lange Zeit etwas gehörig faul war. Für diese Vorgehensweise muss kein Unschuldiger eine Erzwingungshaft, Pfändung oder auch nur die allgegenwärtige Peinlichkeit des verbalen Hantierens mit einem unverstandenen Fachjargon über sich ergehen lassen. Es gibt auf diesem Weg keine Opfer. Und am besten: Es müssen nicht dutzende von „Aufgewachten“ Youtube und WordPress mit Datenmüll überschwemmen oder unvorbereiteten Touristen und Spaziergängern montags vor dem Reichstag ihre Parolen per Megafon ins Ohr plärren. Man reicht die Klage ein und wartet ab, bis die Wahrheit mit größtmöglichem Effekt ans Tageslicht kommt.

Also bitte, Herr Davis, keine Ursache. Gern geschehen!

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2 Kommentare

  1. Das unser Ken von NTA eigentlich nur Zeugs recycelt, das schon mindestens 100x durch div. Foren der anderen Reichsdeppen gejagt wurde, ist ja bekannt. Offenbar aber (leider) nicht seiner „getreuen“ Anhängerschaft…
    So ist auch die „Rückerstattung der Steuern“ ein ziemlich alter Hut! So gibt es den (fast) gleichen Artikel bei „Volksbetrug“ schon Ende 2012! Damals schon mit dem Hinweis auf das „Musterschreiben“ – nur eben ohne die „Erfolgsmeldungen“ (https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2012/12/17/antrag-auf-erstattung-unrechtmasig-erhobener-steuern-seit-1990-musterschreiben/)
    Der dort benannte „Akquise-Experte“ ist übrigens auch kein unbekannter: Derzeit streite er sich mit dem zuständigen Finanzamt darum, seinen Mercedes SLK wieder zu bekommen, der ihm leider von diesem gepfändet wurde…
    Soviel zum Thema „Erfolg“!
    So ist es auch nicht verwunderlich, das die ganz gross angekündigte Sensationsmeldung Anfang des Jahres sich als plumpe Fälschung herausstellt! Die Schutzbehauptung, die Quelle nicht nenn zu wollen, dient offensichtlich nur dazu, zu verschleiern, das der „Erfolg“ auch schon ein Jahr zurück liegt: Ken hat einfach (und ungeprüft) die folgende „Meldung“ vom Februar 2014 übernommen:
    https://ralfkeser.wordpress.com/2014/02/06/aufhebung-der-pfandung-seitens-des-fa-basis-uberleitungsvertrag-hlko-art-46/
    Bemerkenswert an der Meldung ist eigentlich nur eins: Aus dem Schreiben des FA ergeben sich (logischerweise) keinerlei Anhaltspunkte, wieso die Pfändung zurück gezogen wurde! So kann es ja durchaus sein, das der Schuldner seine Steuerschuld beglichen – oder die nötigen Unterlagen nachgereicht hat…

    Mit der HLKO hat das jedenfalls soviel zu tun, wie damit, dass die Erde ne Scheibe wäre…

    1. Das Ding von Ralf Keser hatte er schon im letzten Jahr unter Nennung der Quelle benutzt (https://psychosinspace.wordpress.com/2014/12/06/die-brd-stagnation/). Hier habe ich die Vermutung, dass überhaupt kein Zusammenhang zwischen den Schreiben des Finanzamts und dem „Einspruch nach HLKO 46“ besteht, weil die Daten nicht zusammen passen.

      Die Quelle für das aktuellere „Beweisstück“ (https://newstopaktuell.wordpress.com/2015/01/28/weiterer-erfolg-im-kampf-gegen-die-brd-finanzagentur-gmbh/) habe ich nicht gefunden, aber er suggeriert ja auch die direkte Weiterleitung an NTA per E-Mail. Hier liegt das FA in Bayern und bei Keser in Baden-Württemberg. Beweisen tut das Schreiben natürlich auch überhaupt nichts, wie in den Kommentaren ja ein paar Mal erwähnt wird. Ken beweist dort dagegen ziemlich unzweifelhaft, dass er von der ganzen Thematik überhaupt keinen Schimmer hat.

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